Resümee 2017

Resümee 2017

Hallo,

Mitte Oktober schon ein Rückblick auf das Jahr, das noch 2,5 Monate mit sich bringt? Eigentlich finde ich das auch etwas zu früh, wir fahren in zwei Wochen in den Urlaub und es wird bestimmt ein achönes Weihnachtsfest geben. 

Kinderwunschmäßig ist das Jahr nun allerdings rum. Hinter mir liegen drei ICSI-Behandlungen, 6 (in Worten sechs) Blastozystentransfere (zwei im Frischversuch und vier im Kryo-Versuch) und fast ein halbes Jahr Hormoneinnahmen. Vier Vollnarkosen (eine für die Gebärmutterspiegelung) und unzählige Blutabnahmen und Ultraschalls. Und nicht zu vergessen, Gewichtszunahme und steigende körperliche „Unfitness“, da Sport fast gar nicht stattgefunden hat.

Was hat das alles gebracht? Gar nichts, einfach rein gar nichts. Doch, etwas schon: viele Tränen und große Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit.

Ich könnte noch viel dazu schreiben, in meinem Kopf spielen die Gedanken – vor allem nach einem negativ – immer verrückt. Viele Gedanken darf ich aber im Moment nicht zulassen, das würde mich umhauen. Aber wahrscheinlich muss ich mich irgendwann damit auseinandersetzen, man kann ja nicht ewig hoffen.

Ich glaube, ich werde in 2018 noch einen Versuch starten….eben weil diese besch….. Hoffnung einem immer wieder in die Quere kommt. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich große Angst davor haben werde. Jede negative Nachricht dieses Jahr hat mich härter getroffen. 

Also, 2017, ich danke dir für nichts…..

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(Natürlich) negativ

(Natürlich) negativ

Bääääh, auch die fünfte Blastozyste wollte es sich nicht bei mir gemütlich machen. An „PU“ plus 15 habe ich morgens mit einem Clearblue getestet und der war eindeutig negativ. Zur Blutabnahme bin ich dann gar nicht mehr gegangen. Meine einzige Vene, an die man überhaupt rankommt, ist eh schon total verhärtet und es wird immer mehr ein Kampf mir Blut abzunehmen (inkl. Kreislauf, schwarz vor Augen und ab auf die Liege letztes Mal).

Es wird immer schwieriger weiterzumachen, in den ersten Momenten ist meist gar keine Motivation vorhanden.

Aber es sind noch zwei eingefrorene Blastozysten da. So warte ich auf meine Tage, es sieht nach heutigem Start aus und im Oktober geht es weiter. Woher eine positive Einstellung kommen soll, weiß ich allerdings noch nicht so genau.

20 Monate sind vergangen

20 Monate sind vergangen

20 Monate sind vergangen seitdem ich hier den letzten Eintrag Anfang Januar 2016 geschrieben habe.

Fast genau 3,5 Jahre ist mein Sohn jetzt schon „alt“ und seit einigen Wochen auch ein Kindergartenkind.

Warum eigentlich sollte ich jetzt überhaupt etwas schreiben?

Naja, der Familienalltag ist so wie er ist, darüber gibt es nicht viel Spannendes zu berichten..

Allerdings „arbeiten“ wir jetzt schon fast ein ganzes Jahr an einem Geschwisterchen und ich hätte nicht gedacht, dass der Weg so lang sein wird – falls er überhaupt zum Ziel führen wird.

1. Kryo-Zyklen 2016

Wir hatten ja aus der einzigen und erfolgreichen ICSI in 2013 noch 2 mal 3 Zweizeller eingefroren. Im Oktober 2016 haben wir das erste Päckchen auftauen lassen. Eine Eizelle hat es geschafft, aber eine Einnistung erfolgte nicht. Das gleiche spielte sich im darauffolgenden Zyklus im November 2016 ab. Nun gut, das war also nix, man hätte sich die Kosten für’s Einfrieren sparen können.

2. ICSI-Zyklen 2017

Es ging also wieder an das „normale“ Prozedere, wir beantragen einen Behandlungsplan und schickten alles zur Krankenkasse, die diesen auch schnell genehmigte (unsere zahlt derzeit noch 100% der Kosten). An Silvester 2016/2017 setzte ich die erste Gonal-Spritze, wir wollten genauso stimulieren wie in 2013, da hatte ja alles prima und auf Anhieb geklappt.

Nach der Punktion im Januar mit – ich weiß gar nicht mehr wievielen Eizellen – kam dann das Schock-Ergbnis. Keine einzige Eizelle hat sich befruchten lassen. Ich war fertig mit den Nerven, mit so etwas hatte ich nie im Leben gerechnet. Wir besprachen das mit der Ärztin, die auch sehr überrascht war und passten das Protokoll an. Stimulation nun mit Gonal und Menogon, auslösen des Eisprungs mit Triptofem.

Im Februar war die Überstimulation der Eierstöcke noch nicht abgeklungen, so dass wir im März weitermachen konnten. Die Punktion lief glatt und wir schickten 5 oder 6 befruchtete Eizellen in das Rennen gute Blastozysten zu werden. Zwei blieben übrig, so dass Mitte März eine transferiert wurde und eine eingefroren wurde. Und was kam raus? Ein weiteres Negativ.

Nach der ICSI waren noch Zysten zu sehen und wir warten einen weiteren Zyklus ab, bevor im Mai 2017 die eingefrorene Blastozyste eingesetzt wurde. Mitte Mai dann das nächste negativ.

Bevor die dritte und letzte von der Kasse bezahlte ICSI starten wollte, wollte meine Ärztin noch eine Gebärmutterspiegelung durchführen um sicherzugehen, dass im Bereich meiner Kaiserschnittnarbe alles ok ist. Diese fand Ende Mai 2017 statt und es sah alles gut aus. Eine kleine Tasche konnte man erkennen, aber sonst keine Myome oder andere Wucherungen.

Ende Juni ging es also mit ICSI Nr. 3 weiter (ich hätte niemals geglaubt, dass das alles so anstrengend werden würde, vor allem, da die Voraussetzungen in jedem Versuch gut aussahen). Anfang Juli wurden acht Eizellen punktiert, sechs oder sieben waren befruchtet und es sind tatsächlich FÜNF Blastozysten enstanden. Eine wurde transferiert und vier wurden eingefroren. Ihr könnt euch denken, wie der Bluttest Mitte Juli ausfiel – NEGATIV.

So langsam machte das wirklich keinen Spaß mehr. Drei sehr gute Blastozysten, Schleimhaut etc. ok und nichts tut sich. Wir telefonierten wieder mit der Ärztin, aber es gab keinen Grund irgendetwas zu verändern und die eingefrorenen Blastozysten sehen alle gut aus.

Das Kryo-Karussell ging also weiter. Zumindest bedeutete das, dass ich kaum Medikamente nehmen muss und der Körper seinen Zyklus einfach normal „abspulen“ kann. In der zweiten August-Woche wurde die erste von den eingefrorenen Blastozysten aufgetaut, sie sah super aus und wurde transferiert. Ich holte mir also Mitte August das nächste negativ ab.

Und wo stehen wir jetzt? Gestern wurde die zweite eingefrorene Blastozyste aufgetaut und transferiert. In 9 Tagen ist Bluttest.

Die fünfte Blastozyste in 2017 ….. unfassbar…..

 

Huhu! Noch jemand da?!

Huhu! Noch jemand da?!

Hallo Ihr Lieben!

Ich frage mich gerade, ob ich mich überhaupt mal wieder melden sollte, hatte ich doch überlegt, den ganz Blog ganz ruhen zu lassen. Ich mag nicht gern aus dem Alltag erzählen, das finde ich selbst zu wenig interessant, lese ich doch solche Beiträge auch nur selten oder überfliege sie. Ein großer Schreiberling bin ich auch nicht – ihr solltet mal meine Abiklausuren sehen, da steht quasi nix drin 😉

Einfach zusammenfassen, was in den letzten Monaten passiert ist?!? Da entfällt mir sicher was, manches kommt zu kurz und es wird auch nur eine Aufzählung sein. Aber wie gesagt, strukturiert schreiben ist nicht so meins, ich denke ja meist auch ziemlich unstrukturiert.

Zumindest kann ich berichten, dass ich derzeit aus dem Bett schreibe. Bin nämlich diese Woche krank geschrieben. Jaha, mal wieder krank geschrieben, soviel wie seit dem Kind hab ich bei der Arbeit noch nie gefehlt. Die Diagnose: sowas wie eine Schlafstörung. Es ging eigentlich schon Anfang Oktober los, als unser Sohn von einem Tag auf den anderen fast jede Nacht wach wurde und zu uns ins Bett wanderte. Ich verbrachte immer mehr Nächte auf dem Sofa, inzwischen auf der Gästematratze. Es gab tatsächlich fast keine Nacht mehr, die er in seinem Bett durchhielt. Er hatte nachts Weinanfälle und ließ sich nur bei uns im Bett beruhigen. Das steigerte sich im Dezember dann noch, als er auch abends nicht mehr ins Bett gehen wollte und es ein riesen Geschrei gab. Wir saßen teilweise eine Stunde neben seinem Bett, lagen mit ihm im Bett, wiegten ihn auf unseren Schoß. Egal, zu welcher Zeit wir ihn hinlegten, es war eine Katastrophe. Vor Weihnachten und um Weihnachten herum weinte ich fast jeden Abend, weil mich das alles so fertig machte. Gut, dass zumindest Urlaubszeit war und ich das nicht ganz allein durchstehen musste. 

Allgemein war meine Stimmung ziemlich mies und die Beziehung auch auf einem sehr schlechten Level angekommen. Nur noch Streit, Zickereien und Sprachlosigkeit. Dann kamen die Weihnachtsfeiertage und diverse Geburtstage sowie Silvester. Kaum Zeit zum Ausruhen. Und zu Beginn des neues Jahres konnte ich auch einmal nicht mehr schlafen 

Am WE habe ich eine Nacht lang tatsächlich gar nicht geschlafen, vielleicht mal kurz gedöst, aber das war’s. Ich konnte es selber kaum glauben, aber ich hatte nicht geschlafen. Sonntag habe ich dann tagsüber zwei Stunden nachholen können, aber das war’s. Auch in der nächsten Nacht war es nur bedingt besser, drei Stunden am Stück, der Rest war nicht der Rede wert. Und gerade in diesen beiden Nächten, schlief der Sohn sogar durch ohne zu Weinen. Seit Monaten…..

Ich war dementsprechend im Eimer und ziemlich am Boden. Mein Immunsystem ebenfalls….

Also ab zum Arzt. Der verschrieb mir eine Woche Ruhe und Schlaftabletten. Und ich nehme jetzt alles Mögliche zur Stärkung des Immunsystems. Heute Nacht hab ich dann tatsächlich besser geschlafen, musste aber umziehen, weil der Sohn wieder weinte und zu uns zog. Schwer fällt mir aber das Ausruhen tagsüber. Ich lege mich zwar hin, aber ich kann kaum abschalten. Ich denke darüber nach, was wann zu erledigen ist. Plane die Tage….etc.

Ich möchte einfach nur, dass es mir besser geht. Und ich wünsche mir so sehr, dass es mit dem Schlafen des Sohnes besser wird. Es belastet mich wirklich sehr.

Gibt es denn auch etwas Gutes zu berichten? Klar, seit Nikolaus läuft er (also mit knapp 20 Monaten) und inzwischen auch zu über 90%. Er hatte sogar gestern zum ersten Mal richtige Winterstiefel an und die in der Kita waren begeistert, wie toll er damit läuft. Er sprich immer mehr Worte, viele sind falsch ausgesprochen und nur wir verstehen sie auf Anhieb, aber er spricht einfach richtig viel nach. Es tut sich also eine Menge bei ihm 😉

Drückt mir die Daumen, dass 2016 besser verläuft, als es angefangen hat.

Äh….hallo?!?!?

Äh….hallo?!?!?

Ihr Lieben,

ewig hab ich hier nichts mehr geschrieben. Aber irgendwie fehlt mir dafür die Zeit und vor allem auch die Themen. 

Seit nun zwei Monaten geht unser kleiner Mann in die Kita und nach ein paar Krankheits-Fehltagen klappt nun alles gut. Er geht gern hin und freut sich dort mit den anderen Kids zu spielen.

Seit einem Monat bin ich auch wieder bei der Arbeit. Allerdings war ich jetzt schon 6 Tage nicht da, mich hat so ein fieser Husten erwischt, ihr glaubt es nicht. Mein Ohr ist dazu auch taub und ich werde heute nochmal zum HNO, ganz richtig kann das nicht sein. Ich hoffe wirklich, dass ich bald wieder fit bin. Montag will ich doch wieder ins Büro.

Na ja, und so gehen die Tage dahin, es ist eben Alltag und ich habe allerlei Dinge zu tun. 

Einige wird es vielleicht interessieren, aber unser kleiner Mann läuft immer noch nicht. Er ist jetzt 18,5 Monate alt. Er läuft an allem entlang, das ist kein Problem. Er läuft auch schon an einer Hand, allerdings sehr wackelig. Aber er traut sich einfach nicht, es allein zu tun. Sobald man loslässt, setzt er sich hin. Auch mit einem Laufwagen düst er super schnell durch die Wohnung. Hätte mir jemand gesagt, dass ich dafür so eine Geduld aufbringen muss, hätte ich gesagt, dass ich das nie schaffe. Aber was bleibt mir anderes übrig. Ich hoffe, dass er es vielleicht irgendwann im November schafft, dann sind wir zumindest noch im äußersten Rahmen von Remo Largos Zeitspanne von bis zu 20 Monaten. Auch für die Kita wäre es jetzt im Winter sehr hilfreich. Er will schon gern am Bollerwafen mitlaufen, wenn er sich festhalten kann. Aber er hat ja noch gar keine richtigen Schuhe, dafür muss er erst allein laufen können. Mit fast 19 Monaten noch nicht das erste Paar Schuhe. Oh man 😊

Tja, also ich werde hier wahrscheinlich auch weiterhin ziemlich still bleiben. Ein „Ich-schreibe-über-meinen-Alltag“-Typ bin ich irgendwie nicht. 

Ich drück Euch!